Regeln setzen und mitspielen

Vimon Weinert arbeitet als Bufdiin der offenen Jugendarbeit Rosengarten.

Nach dem Abi gleich ins Studium – das war für Vimon Weinert undenkbar. Die 19-Jährige entschied sich für den Bundesfreiwilligendienst in der offenen Jugendarbeit in Rosengarten – und ist glücklich damit.

VON CORINNA JANSSEN

Fröhlich schwingt Vimon Weinert ihren Pinsel auf einer Holzstele hin und her. Sie trägt eine zarte Farbe auf, die einem Kirschjoghurt gleicht. Es ist ein Samstagvormittag im Oktober. Im Bauhof in Uttenhofen hat sich die 19-Jährige mit Schülern verabredet. Mit dem Schwäbisch Haller Künstler Michael Turzer hat sich die kleine Gruppe an ein Kunstprojekt ge- macht. Die bemalten Holzstelen sollen nach Fertigstellung am Ortseingang von Rosengarten aufgestellt werden und auf die bevorstehende Landesgartenschau in Öhringen aufmerksam machen.  Die Stunden verstreichen wie im Flug. Es wird gelacht und geschafft. Farbspritzer hängen an den Kleidern, doch das stört an diesem Tag niemanden. Vimon liebt die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Als Ehrenamtliche in der offenen Jugendarbeit von Rosengarten hat sie ihre Bestimmung gefunden. „Vor einem Jahr, es war kurz vorm Abi, entschloss ich mich für einen Freiwilligendienst“, erinnert sich die Schwäbisch Hallerin. „Ich saß lange genug auf der Schulbank und wollte zuerst etwas Praktisches machen.“ Was sie einmal studieren möchte, das wusste Vimon früh. Psychologie oder Grundschullehramt hat sie ins Auge gefasst. Seit 1. September arbeitet Vimon in Rosengarten. 39 Stunden die Woche hat sie zu leisten. Den Großteil der Zeit verbringt sie bei Sigrun Kaiser im Jugendhaus, den Rest in der Grundschul- Betreuung. „In der Regel fange ich um 11.30 Uhr mit der Betreuung an“, erzählt sie. Zwischen vier und 20 Kinder hat sie dort unter ihren Fittichen. Hausaufgabenbetreuung und Zusatzangebote wie beispielsweise Basteln stehen auf dem Plan. „Ab 15.30 Uhr bin ich dann im Jugendhaus.“ Kinder ab zehn Jahren kommen zu Besuch und verbringen den Nachmittag bei Sigrun Kaiser und Vimon. Innerhalb kurzer Zeit sei es ihr gelungen , einen guten Draht zu den Kinder und Jugendlichen zu finden. „Die Herausforderung ist, von den Kindern als Vorgesetzte akzeptiert zu werden“, betont Vimon. Oft würden sie sie als Freundin wahrnehmen. Im Jugendraum werden Spiele gespielt, geredet und Musik gehört. Auch Ihre Probleme vertrauen die Kids Vimon an. Für die junge Frau eine schöne Bestätigung.

 

 

ECHT COOL:

» Ein erstes kleines Gehalt von 450 Euro
» Die Arbeit ist vielfältig

 

NICHT SO COOL:

» Da der Arbeitsbeginn erst um 11.30 Uhr ist, ist erst relativ spät Schluss.

So bleibt wenig Zeit, abends noch etwas anderes zu unternehmen.

 

 

FOTO: CORINNA JANSSEN

Folge uns auf Facebook

Fragen? Schreibe uns eine Mail

Azubistellen im Stellenportal


südwest presse
südwest presse
südwest presse
südwest presse