Schwierige Kollegen? Box dich durch!

Jeder kennt das aus der Schule. Egal ob Lehrer oder Mitschüler – mit den einen kann man gut und mit den anderen kommt man nicht zurecht. Wer sich abheben will und beim Chef vor allem mit guter Arbeit und nicht durch Zickereien mit den Kollegen im Gedächtnis bleiben will, sollte gut durch den Jobdschungel kommen. Hier ein paar Tipps zum Umgang mir besonders schwierigen Kollegen.


Seine Mitmenschen kann man sich eben nicht aussuchen, sondern muss versuchen, so gut wie möglich mit ihnen auszukommen. Grundlage des kleinen Einmaleins zum Umgang mit schwierigen Kollegen ist die richtige Kommunikation. Rede mit deinen Kollegen und sprich die Dinge an, die dich stören. Oft hilft im Vorfeld auch ein Gespräch mit deinen Ausbildern oder älteren Azubis, die eventuell ähnliche Erfahrungen gemacht haben und Tipps geben können. Bei dem Gespräch mit den Kollegen ist es wichtig, sachlich zu bleiben. Emotionale Vorwürfe wie „du machst immer …“ machen es dem anderen schwer, einzulenken. Besser sind Ich-Botschaften wie „ich habe mich durch … angegriffen gefühlt“. Andererseits sollte man die Gefühle der anderen immer ernst nehmen. Abwertende Bemerkungen wie „so schlimm war es doch auch wieder nicht …“ oder „sei doch nicht gleich so empfindlich …“ sind unnötig. Bei schwierigen Gesprächen, ob mit Kollegen, Ausbildern oder Abteilungsleitern, ist die richtige Körperhaltung wichtig. Signalisiere Selbstbewusstsein, indem du dich aufrecht hältst, die Arme locker hängen lässt und dem Gesprächspartner in die Augen schaust und auf keinen Fall seinem Blick ausweichst. 


Kommst du selbst nicht weiter, bitte jemanden, zu vermitteln


Schwieriger wird es bei Kollegen, die dir bewusst schaden wollen. Das Verschweigen von wichtigen Informationen, das Anschwärzen beim Chef oder das Verbreiten von falschen Infos über dich ist in vielen Fällen Mobbing. Das trifft vor allem dann zu, wenn der Druck auf dich über einen längeren Zeitraum aufgebaut wird, die sachlichen Komponenten immer mehr in den Hintergrund geraten und dafür die Kritik an dir als Person zunimmt. Bekommst du wichtige Infos nicht, hilft es, vor der Gruppe bei den betreffenden Kollegen konkret nachzufragen, warum die Informationsweitergabe nicht klappt. Hast du das Gefühl, dass etwas total schief läuft und sich Probleme mit Kollegen nicht auf den Job, sondern auf euch als Person beziehen, hilft manchmal ein direktes Gespräch. Bringt dich das nicht weiter, ist ein Konfliktgespräch der nächste Schritt. Bitte jemand Unabhängigen, einen Jugendvertreter, den Ausbilder oder die Geschäftsleitung, bei dem Gespräch dabei zu sein und zu vermitteln.

von Birgit Rexer



Kollegentypen

Der Schwätzer

Er hört seine eigene Stimme gerne. Was er sagt, ist ihm gar nicht so wichtig – Hauptsache schwätzen. Ihn wirst du am besten los, indem du ihn freundlich, aber bestimmt abwimmelst. Einfach auf die Pause vertrösten und er sucht sich mit etwas Glück jemand anderen, den er zutexten kann.


Der Angeber

Er sucht in den meisten Fällen Anerkennung. Probates Mittel dagegen: loben, dann gibt er Ruhe. Allerdings musst du vorsichtig sein, dass du keinen ironischen Tonfall anschlägst: Das mag der Angeber überhaupt nicht. 


Der Besserwisser

Auch wenn sie keiner hören will: Der Besserwisser hat zu allem eine Meinung und tut sie auch kund. Und selbstverständlich ist seine Meinung die einzige, die zählt. Das kann hilfreich sein, denn der Besserwisser hat durchaus manchmal Recht, es kann aber auch ungemein nerven. Tipp: Mit gleichen Mitteln zurückschlagen. Gib deinen Senf ruhig auch mal bei ihm dazu. 


Der Faulpelz

Während alle schuften, um rechtzeitig zum Termin fertig zu werden, lehnt er sich zurück. Der Faulpelz ist ein Bremser, den aber nur das komplette Kollegenteam stoppen kann. Subtil dafür sorgen, dass der Chef mitbekommt, wie faul er ist –und hoffen, dass der dann reagiert. 


Der Jammerlappen

Zu heiß, zu kalt, der Kopf tut weh und der Chef hat ihm schon wieder zu viel Arbeit aufgebrummt: Der Jammerlappen will Mitleid. Das nervt auf Dauer. Ihn zu entwaffnen, ist recht einfach: Wenn er krank ist, wieso ist er dann da? Wenn er zu viel Arbeit hat, warum beschwert er sich nicht beim Chef selbst? Dann wird es hoffentlich ruhig. Ansonsten hilft nur: auf Durchzug schalten!


von Kerstin Auernhammer


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