Studentenbude gesucht

Eigene Wohnung, WG, Wohnheimund Hotel Mama im Check.

 

 

 

 

Die Zeit zwischen Abitur und Studienabschluss ist etwas ganz Besonderes. Du wirst erwachsen, bist aber trotzdem noch teilweise abhängig von den Eltern. Geld verdienst du maximal durch einen Nebenjob – es sei denn, du studierst dual und hast schon einen Arbeitgeber. So unterschiedlich wie die Situationen der Studenten sind, so unterschiedlich sind auch die Vorstellungen vom Studentenleben und Wohnen. Ob WG, eigene Wohnung, Wohnheim
oder Hotel Mama – Kickstart hat sie unter die Lupe genommen.
VON ANIKA GALISCH

WOHNGEMEINSCHAFT

KICK-TIPP: Achte bei der Wahl deiner Mitbewohner darauf, dass sie dir bezüglich der Wünsche an das Wohnen und Putzen ähnlich sind. Das kann wichtiger sein, als die coolsten Mitbewohner der Welt zu haben. FOTO: EPD
KICK-TIPP: Achte bei der Wahl deiner Mitbewohner darauf, dass sie dir bezüglich der Wünsche an das Wohnen und Putzen ähnlich sind. Das kann wichtiger sein, als die coolsten Mitbewohner der Welt zu haben. FOTO: EPD

Christine Graf, 20 Jahre, aus Künzelsau:

 

"Das Schöne an unserer WG ist:
Man kann auf dem Balkon oder in der Küche zusammensitzen
und plaudern. Und wenn ich meine Ruhe will, ziehe ich mich
einfach in mein Zimmer zurück."

ECHT COOL

» Vor allem zu Beginn deines Studiums findest du in einer WG
schnell Anschluss. Von älteren Semestern gibt es Tipps für das
Studium.

 

» Wohnen in einer WG ist meist günstig. Ihr teilt euch die Kosten für
Miete, Internet, aber oft auch für die Ausstattung in Küche und
Wohnzimmer.


» Du musst nicht alleine alles sauber machen, wenn sich alle an den
Putzplan halten.

 

» Was gibt es Schöneres als gemeinsame Kochabende oder WG-Partys? Versteht ihr euch in der WG, kannst du dort Freunde fürs
Leben finden.

 

» Wenn du mal vergessen hast einzukaufen, gibt es bestimmt einen
Mitbewohner, der dir Nudeln mit Tomatensauce leihen kann.

NICHT SO COOL

» Wer in eine WG zieht, muss tolerant sein – auch wenn dein Mitbewohner leidenschaftlich gern mit Knoblauch kocht und
du den Geruch gar nicht magst.

 

» Es gibt Gemeinschaftsregeln und Putzpläne, an die auch du dich halten musst. Das Geschirr schnell wegräumen, nicht zu viele deiner Haare im Bad verteilen – je nach Toleranzschwelle der Mitbewohner
kann es da schon mal Konflikte geben.


» In Prüfungsphasen kann es nervig sein, wenn dein Mitbewohner laut Musik hört, während du lernen willst.


» Du teilst dir Küche und Bad und musst so damit rechnen, dass beides auch mal besetzt ist, wenn du es brauchst.

 

» Du hast dir deine Lieblingsschokolade besorgt und freust dich schon darauf? Wenn du die Sachen nicht gesichert hast, kann
es in einer WG – je nach Mitbewohnern – schon mal passieren, dass deine Köstlichkeiten abends weg sind.



WOHNHEIM

KICK-TIPP: Erkundige dich auf den Webseiten der Hochschulen nach der Ausstattung der Wohnheime. In Heilbronn bieten zum Beispiel neu gebaute Anlagen sogar Luxus von Fitnessraum bis Dachterrasse. Das hat dann allerdings auch seinen Preis. FOTO: ISO K
KICK-TIPP: Erkundige dich auf den Webseiten der Hochschulen nach der Ausstattung der Wohnheime. In Heilbronn bieten zum Beispiel neu gebaute Anlagen sogar Luxus von Fitnessraum bis Dachterrasse. Das hat dann allerdings auch seinen Preis. FOTO: ISO K

Marc Biemer, 21 Jahre, aus Bad Mergentheim:

 

"Der Spaß kommt einfach nie zu kurz. Außerdem bist du nie allein,

es sei denn, du möchtest es.

Ein Wermutstropfen: Die Wände sind dünn,

sehr dünn – manchmal zu dünn!"

ECHT COOL

» Wenn du Gesellschaft willst, brauchst du nur bei einem Mitbewohner zu klopfen. Wenn du alleine sein willst, kannst
du dich in dein Zimmer zurück zu ziehen.


» Du feierst gern? Dann ist das Wohnheim genau das Richtige für
dich. Da, wo so viele Studenten wohnen, wird auch viel gefeiert.

 

» Du findest schnell einen Freund auf deiner Wellenlänge oder einen
Lernpartner.

 

» Je nach Ausstattung und Angebot, sind die Wohnheimzimmer
erschwinglich und um einen Stromanbieter und Internetanschluss
brauchst du dich auch nicht zu kümmern.


» Die nervige Suche im Internet nach Wohnungen und WGs fällt
weg. Du bewirbst dich einfach und bekommst je nach Platz ein freies
Zimmer zugeteilt.

NICHT SO COOL

» Dein eigener Stil ist in einem voll ausgestatteten Wohnheimzimmer Fehlanzeige. Nur mit Postern und Deko kannst du
deine Wände individuell gestalten.


» Putzen musst du dein Zimmer allein. In Wohnheimen, in denen es keine Apartments gibt, bleibt meist auch die Küche den
Bewohnern überlassen. Ihr müsst euch organisieren.


» Die Ausstattung der Wohnheime variiert stark. Von Gemeinschaftsbad über super ausgestattete Einzelapartments ist
vieles möglich.

 

» Ruhe darfst du gerade in größeren Wohnräumen nicht erwarten. Wenn du lernen willst, kann es passieren, dass nebenan gefeiert wird.


EIGENE WOHNUNG

FOTO: ARCHIVFOTO
FOTO: ARCHIVFOTO

Sophia Ecklmaier, 20 Jahre, aus Künzelsau:

 

"Ich mag an meiner eigenen Wohnung, dass ich mir alles so
einteilen kann, wie es mir am besten passt und ich nach der Arbeit meine Ruhe habe. Wenn
es mir alleine zu langweilig wird, treffe ich mich einfach mit Freunden."

ECHT COOL

» Du kannst die Wände in deiner Lieblingsfarbe streichen, deine Erinnerungsstücke aufstellen und dekorieren, wie du es möchtest.


» Wenn du es morgens eilig hast, blockiert niemand das Bad.


» Nach dem Duschen nur mit Handtuch bekleidet den Weg vom Bad zum Kleiderschrank zurücklegen? Musik hören, wann du willst? Das
kannst du alles.

 

» Wenn du aufgeräumt hast, ist es auch noch genau so sauber, wenn
du nach Hause kommst.

 

» Wenn du deine Klamotten gern auf dem Boden deponieren willst,
stört das niemanden – außer vielleicht deine Eltern, wenn sie zu
Besuch kommen.


» Du willst eine Party feiern? Darüber entscheidest ganz allein du.

NICHT SO COOL

» Du bist für dich selbst verantwortlich. Wenn der Kühlschrank leer ist, musst du los.


» Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Bad musst du allein putzen.


» Wenn du abends Lust auf Zerstreuung hast, musst dir erst Freunde einladen oder zum Telefon greifen.


» Wenn du in einer fremden Stadt studierst, hilft eine eigene Wohnung natürlich nicht, Anschluss zu finden.


» Die Miete für eine Wohnung ist oft teurer als in einer WG. Dazu kommen Ausgaben für Strom, Internet, Kabelanschluss und Möbel.



HOTEL MAMA

KICK TIPP: So schön es zu Hause auch ist, für deine Entwicklung ist es wichtig, auch irgendwann selbstständig zu werden. Es ist okay, zu Hause zu wohnen, aber spätestens zum Ende des Studiums solltest du auf eigenen Beinen stehen. FOTO: ARCHIVFOTO
KICK TIPP: So schön es zu Hause auch ist, für deine Entwicklung ist es wichtig, auch irgendwann selbstständig zu werden. Es ist okay, zu Hause zu wohnen, aber spätestens zum Ende des Studiums solltest du auf eigenen Beinen stehen. FOTO: ARCHIVFOTO

Maximilian Sax, 22 Jahre, aus Neuenstadt a.K.:

 

Ich wohne im Hotel Mama. Das ist ganz praktisch, da ich immer etwas Gutes gekocht
bekomme. Es gibt aber auch Nachteile: Ich kann zum Beispiel keine WG-Partys schmeißen
und muss pendeln."

ECHT COOL

» Beginnst du das Studium, ist alles neu. Da ist es auch schön, wenn „Hotel Mama“ deine Insel nach dem stressigen Studienalltag bleibt.


» Putzpläne aufstellen, selbst kochen und die Wäsche selbst machen – das alles bleibt dir in deinem Elternhaus erspart.


» Du sparst richtig Geld! Nicht nur die Miete, sondern auch Kosten
für Haushaltsartikel, Lebensmittel, Strom, Internet und Möbel fallen
nicht an.


» Wenn du deinen geliebten Stubentiger oder deinen Hund nicht
zurücklassen willst, ist „Hotel Mama“ eine gute Lösung.

NICHT SO COOL

» Als Pendler brauchst du mehr Geld für Benzin, denn die Hochschule ist von deinem Heimatort oft etwas entfernt.


» Anschluss zu finden, ist schwer, wenn du nach der Hochschule immer gleich wieder in deinen Heimatort fährst.


» Freunde zu einer Party oder deine Liebe zum Übernachten einladen – das ist im Elternhaus natürlich nicht leichter als
zu Schulzeiten.

 

» Wenn du im „Hotel Mama“ wohnst, wirst du nicht so schnell selbstständig. Mutti ist immer da und sagt dir, wann es mal
wieder Zeit ist, zum Frisör zu gehen.


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