Wer rastet, der rostet

Mit diesen Mini-Workoutsbeugst du Krankheiten vor.

Der Durchschnittsdeutsche sitzt sieben bis acht Stunden am Tag, jeder vierte sogar mehr als neun Stunden. Das betrifft auch Azubis und Studierende. Durch zu wenig Bewegung treten bereits bei jungen Menschen Rücken- und Kopfschmerzen sowie Verspannungen auf. Mit diesen Tricks lässt sich vorbeugen.

VON CORINNA JANSSEN

 

Durch regelmäßige- Bewegung kanngesundheitlichen- Beschwerdenvorgebeugt werden. FOTO: ANTONIO DIAZ | FOTOLIA
Durch regelmäßige- Bewegung kanngesundheitlichen- Beschwerdenvorgebeugt werden. FOTO: ANTONIO DIAZ | FOTOLIA

Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben, der Studienplatz gefunden – jetzt kann das Berufsleben beginnen. Doch was jetzt für viele junge Menschen zu kurz kommt, ist Bewegung. Laut einer repräsentativen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK, für die zu Jahresbeginn 1300 Auszubildende zwischen 16 und 21 Jahren in ganz Deutschland befragt wurden, klagen immer mehr Berufseinsteiger über Gesundheitsprobleme. Kopfund Rückenschmerzen sowie Verspannungen, aber auch psychische Beschwerden wie Erschöpfungszustände oder anhaltende Müdigkeit werden genannt.

Oft verbringen Azubis viele Stunden ihrer beruflichen Tätigkeit vor dem Computer oder vor einer Maschine. Die knappe Mittagspause reicht gerade, um für ein Fast-Food- Gericht anzustehen. Und nach der Arbeit? Wer will da noch raus und sich durch Joggen oder einen anderen Sport fit halten? Die wenigsten. Viel bequemer ist es, bei einem Computerspiel runterzukommen, ein Video zu schauen oder ein Buch in die Hand zu nehmen. Bewegung? Dafür ist auch morgen noch Zeit. Oder doch nicht? „Der Körper des Menschen ist für Bewegung gemacht“, weiß Stefan Scheufele, Inhaber des Reha-Sportstudio in Schwäbisch Hall. Sei er gezwungen zu viel und zu lange in einer und derselben Position zu verharren, entwickle er Schmerzen, weil sich Muskeln, Sehnen oder Bänderabnutzen. „Genau deshalb ist es wichtig, sich stets viel zu bewegen“, so Scheufele. Mini- Workouts am Arbeitsplatz seien sinnvoll.

Und die können wie folgt aussehen:

 

 

MINI-WORKOUTS

 

 

 

 

 

 

 

Jede eineinhalb Stunden aufstehen
und den Oberkörper in
alle Richtungen drehen, beugen
und aufrichten. Des Weiteren
auf den Zehenspitzen
laufen und die Arme Richtung
Decke strecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schulter vor- und rückwärts kreisen. Kopf zur Seite legen,
die gegengleiche Schulter nach unten ziehen. Das Ganze
immer im Wechsel. Mit den Fingern die Stirn nach außen
ausstreichen, das Gefühl der müden Augen wird wieder besser.

„In der Mittagspause sollte der Azubi nicht sitzen bleiben, sondern sich mindestens zehn Minuten bewegen“, rät Stefan Scheufele. Der Körper brauche das. Doch allein mit Bewegung ist es nicht getan. Um sich am Arbeits- oder Studienplatz rundum wohl zu fühlen, spielt auch das Essen eine wichtige Rolle, wie Elvira Föll, Ernährungstechnikerin bei der AOK Heilbronn-Franken, weiß. „Essen in der Imbissbude oder im nächsten Fast-Food-Restaurant verleite oft dazu, zu schnell, zu viel und zu fetthaltig zu essen“, meint Elvira Föll. Um figurfreundlich durch den Arbeitsalltag zu kommen und ein Absinken der Leistungskurve zu vermeiden, empfiehlt die Ernährungsexpertin, das Mittagessen zu Hause vorzubereiten. Leichte Kost, die die nötige Power liefere, sei am besten. „Dickmacher Nummer eins ist das Fett“, so Föll. Je fettreicher das Essen, desto länger liege es im Magen und mache müde.

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